KI in der Kommunalverwaltung: Stakeholder Event der RTR im Jänner 2025
Gemeinden, Politik und Verwaltung diskutierten gemeinsam, wie Künstliche Intelligenz strukturiert und verantwortungsvoll in kommunale Abläufe integriert werden kann.

Im Jänner 2025 lud die KI Servicestelle der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH zu einem hochkarätig besetzten Stakeholder Event unter dem Titel „KI in der Kommunalverwaltung“. Vertreterinnen und Vertreter aus Gemeinden, Politik und Verwaltung diskutierten gemeinsam mit Expertinnen und Experten, wie Künstliche Intelligenz strukturiert und verantwortungsvoll in kommunale Abläufe integriert werden kann.
Das Wichtigste in Kürze
- RTR Stakeholder Event brachte Gemeinden, Politik und Verwaltungsexpertinnen zusammen
- Internationale Best Practices zeigen: KI als Assistenzsystem, nicht als Entscheidungsautomat
- Konstruktive Grundhaltung der Gemeinden – Bereitschaft für KI als strategisches Werkzeug
- Praxisberichte von Wiener Neudorf und Kommunalnet zu konkreten KI-Einsätzen
- Baubescheidgenerator mit Wiener Neudorf als ambitioniertes Pilotprojekt
- Nächster Schritt: Safe Democracy am 26. März im Wiener Rathaus
Internationale Perspektiven und konkrete Praxis
Einen internationalen Überblick lieferte Josef Zehetner vom Innovation in Politics Institut. Er zeigte anhand europäischer Best Practices, wie Städte und Regionen KI als Assistenzsystem verstehen und gezielt einsetzen. Nicht als Ersatz für Verwaltung, sondern als Instrument zur Qualitätssicherung, Effizienzsteigerung und Stärkung demokratischer Prozesse.
Auch auf nationaler Ebene war das Podium prominent besetzt. Johannes Pressl vom Österreichischen Gemeindebund, Klaus Steinmaurer von der RTR, Ronald Sallmann vom Österreichischen Städtebund sowie Wolfgang Ebner vom Bundeskanzleramt Österreich brachten unterschiedliche Blickwinkel ein.
Gemeinsam wurde deutlich, dass die Diskussion um KI nicht mehr theoretisch geführt wird. Sie ist in der kommunalen Praxis angekommen.
Gemeinden blicken wohlwollend auf KI
Besonders spürbar war die konstruktive Grundhaltung vieler Gemeinden. Die Veranstaltung zeigte, dass Bürgermeisterinnen, Amtsleiter und politische Entscheidungsträger bereit sind, KI als strategisches Werkzeug zu verstehen.
In Gesprächen, unter anderem mit Gemeindebund-Präsident Pressl, war ein klarer Innovationsgeist zu erkennen. Ein Spirit, der mit dem Zeitgeist geht und gleichzeitig Verantwortung ernst nimmt.
Die Diskussion um KI ist nicht mehr theoretisch. Sie ist in der kommunalen Praxis angekommen.
Für uns war es besonders erfreulich, dass unsere Lösungen von Praktikern vorgestellt wurden, die bereits konkrete Erfahrungen gesammelt haben. Patrick Lieben-Seutter, Amtsleiter von Wiener Neudorf, sowie Wolfgang Sobotka von Kommunalnet präsentierten, wie unsere Tools in der Praxis eingesetzt werden. Der Fokus lag dabei klar auf Entlastung, Struktur und Nachvollziehbarkeit.
Baubescheidgenerator als nächster Schritt
Ein besonderes Interesse galt unserem ambitionierten Projekt „Baubescheidgenerator“, das wir gemeinsam mit Wiener Neudorf entwickeln. Ziel ist ein Assistenzsystem, das den gesamten Prozess von der Antragstellung bis zum fertigen Bescheid begleitet. Es strukturiert Unterlagen, unterstützt bei Formulierungen, prüft Vollständigkeit und sorgt für konsistente Abläufe.
Gerade im Baurecht, wo Fristen, Nachbarn, Gutachten und formale Anforderungen zusammentreffen, kann digitale Assistenz einen erheblichen Mehrwert schaffen. Nicht durch Automatisierung von Entscheidungen, sondern durch qualifizierte Vorarbeit und strukturierte Prozessbegleitung.
Ausblick: Safe Democracy im Wiener Rathaus
Die Diskussion endet nicht mit diesem Event. Wir freuen uns darauf, die Debatte bei der nächsten Safe Democracy am 26. März im Wiener Rathaus weiterzuführen. Die Frage, wie KI demokratische Institutionen stärken kann, wird dort im Zentrum stehen.
Der Jänner hat gezeigt, dass Österreichs Gemeinden bereit sind, den nächsten Schritt zu gehen. Mit Verantwortung, mit Offenheit und mit einem klaren Verständnis dafür, dass Digitalisierung kein Selbstzweck ist, sondern ein Instrument zur Stärkung unserer kommunalen Resilienz.