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Baubescheid+ beim Bürgermeisterinnen- und Bürgermeistertag 2026

Österreich-Premiere für ein durchgängig digitales Bauverfahren, entwickelt gemeinsam mit Wiener Neudorf

VonKI-Quadrat Systemhaus GmbH
Lucas Sobotka und Georg Rossek beim Bürgermeisterinnen- und Bürgermeistertag 2026
Lucas Sobotka und Georg Rossek beim Bürgermeisterinnen- und Bürgermeistertag 2026. Foto: Erich Marschik.

Der Österreichische Gemeindebund hat beim Bürgermeisterinnen- und Bürgermeistertag 2026 Raum für Impulse aus der Praxis gegeben. Einen davon haben wir gemeinsam mit Kommunalnet und der Marktgemeinde Wiener Neudorf gestaltet. Auf der Bühne standen Lucas Sobotka von Kommunalnet, Bauamtsleiter Friedrich Hudribusch aus Wiener Neudorf und Georg Rossek von KI-Quadrat.

Der Titel des Vortrags war Programm: Digital zum Baubescheid, der Mensch entscheidet.

Was wir gezeigt haben

Baubescheid+ bildet ein Bauverfahren nach der NÖ Bauordnung durchgängig digital ab. Von der Einreichung über Vorprüfung, Registerabfragen und Anrainerverständigung bis zum signierten Bescheid und zur Kenntnisnahme der Fertigstellung. In dieser Durchgängigkeit ist das eine Premiere in Österreich.

Einzelne digitale Werkzeuge für das Bauamt gibt es viele. Ein Formularportal hier, eine Ablage dort, dazwischen Papier und Outlook. Baubescheid+ zieht das gesamte Verfahren durch, ohne dass ein Akt unterwegs die Schiene wechselt.

Der Bürger reicht strukturiert ein und sieht den Bearbeitungsstand. Analoge Anträge lassen sich einpflegen, niemand wird ausgeschlossen. Das System holt die Abfragen zu Widmung, Grundstück, Schutzgebieten und Denkmalschutz und legt die Ergebnisse als Nachweis zum Akt. Die Anrainer werden ermittelt, die Verständigung geht raus, und jede Frist läuft pro Empfänger einzeln mit, je nach Zustellung. Der Bescheidentwurf entsteht strukturiert, mit Standardauflagen und den Auflagen aus dem Gutachten. Danach Approbation, Signatur, Zustellnachweis, Fertigstellung.

Der Mensch entscheidet

Das System entscheidet nicht. Die fachliche Beurteilung, die Auswahl der betroffenen Anrainer und jede Freigabe liegen bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gemeinde. Überschreibt ein Sachbearbeiter einen Vorschlag des Systems, wird das protokolliert. Dieser Grundsatz gilt für alle unsere Assistenzsysteme und ist auch im Rahmen unserer Zertifizierungen nach ISO 27001 und ISO 42001 dokumentiert.

Entstanden in der Praxis

Baubescheid+ ist nicht am Reißbrett entstanden, sondern in der Partnerschaft mit Wiener Neudorf, die seit 2025 läuft.

Das österreichische Bauverfahren ist dichtes Gelände. Paragrafen, die vor zwei Jahren noch anders gegolten haben. Schritte, die es offiziell längst nicht mehr gibt und die trotzdem in vielen Handbüchern stehen. Fristen, die an unterschiedlichen Stellen zu laufen beginnen. Bauamtsleiter Friedrich Hudribusch war unser Guide, und sein Wissen aus der Praxis war die Machete, die uns den Weg freigeschlagen hat. Er hat uns durch jeden Schritt des Verfahrens geführt, uns korrigiert, wo wir falsch lagen, und immer wieder Zeit investiert, bis der Ablauf gestimmt hat.

Dass er den Ablauf am Bürgermeistertag selbst erklärt hat, war uns wichtig. Wer aus dem Bauamt kommt, erklärt ein Bauverfahren anders, als wir es könnten.

Solche Erfahrungswerte bestätigen uns in dem, woran wir glauben. Produkte für Gemeinden entstehen gemeinsam mit Gemeinden.

Der Vortrag zum Nachsehen

Den Nachbericht des Österreichischen Gemeindebundes zum Impuls finden Sie hier.

Wie es weitergeht

Baubescheid+ ist derzeit für die NÖ Bauordnung ausgelegt und steht in der praktischen Erprobung in Wiener Neudorf. Weitere Bundesländer folgen. Für Gemeinden, die heute schon bei Vollständigkeitsprüfung und Dokumentenerstellung ansetzen wollen, ist Baubescheid+ verfügbar.

Als Nächstes zeigen wir Baubescheid+ auf der Messe in Salzburg.

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